Grohe Objektreportagen
Grohe Objekt 26
Neubau und Modernisierung von Studentenwohnheimen

Ein Versteck im Grünen

Nicht auf der grünen Wiese, sondern in einem städtebaulichen Ensemble beeindruckender Industriearchitektur, das einst das größte Lokomotivenwerk Europas war (Schwartzkopffs Lokomotivfabrik der Berliner Maschinenbau AG, BMAG), entstand ein neuer Campus der TH Wildau. Grundlage für das derzeit größte Hochschulbauprojekt des Landes Brandenburg ist der Entwurf mit dem das Planungsbüro SEHW Architektur aus Berlin den 1. Preis des 2006 durchgeführten Realisierungswettbewerbes gewonnen hat.

Objekt I Neubau Studentenwohnheim Wildau (bei Berlin); Bauherr I Studentenwerk Potsdam; Architekt I SEHW Architektur, Berlin; BGF I 4.300 m2; Fotos I SEHW Architektur, Berlin; GROHE Produkte I Wasch- und Spültische Eurosmart, Dusche Grohtherm 1000 mit Tempesta Brause-Set


Die Architektur ermöglicht neue Sicht- und Wegebeziehungen zwischen den Gebäuden

 

 

2. "ÖKOPOP" IN BERLIN

Am Rand des Berliner Tiergartens wurden vor gut 50 Jahren zwei Studentenwohnanlagen im Sinne der „aufgelockerten und gegliederten Stadt“ gebaut. Susanne Hofmann & die Baupiloten haben den ersten Schritt getan, um die räumlichen Beziehungen sinnstiftend zu erneuern.

Bei der Sanierung des Siegmunds Hof wurde das Potenzial der Stadtlandschaft genutzt: In den Brüstungen der Erdgeschossbalkone lassen sich kleine Pforten öffnen, durch die man über kurze, angestellte Treppen direkt in den Garten gelangt. Außenraum und Wohnzelle werden dadurch auf direkte Weise miteinander verbunden, was dazu einlädt, tatsächlich in der Stadtlandschaft zu wohnen; „Haus für urbane Gartenfreunde“ ist folgerichtig das Profil, das die Architekten für das erste sanierte Haus 13 entwickelt haben.

Die Typologie des Zeilenbaus legt nahe, die immer gleiche Wohneinheit zu vervielfachen: horizontal gereiht und vertikal gestapelt. Die Architekten haben einen Teil der Einzelzimmer miteinander verbunden, um kleine Wohngemeinschaften zu bilden. Sie respektieren die vorgefundene Architektur, ergänzen sie aber sinnvoll und behandeln sie dabei formal so, dass die neue Qualität auch als neu ablesbar ist: kontrastierend gesetzt, aber ohne gestalterischen Bruch mit dem Bestand.

Große Fenster machen die Gemeinschaftsküchen wohnlicher