Grohe Objektreportagen
Grohe Objekt Spezial 03
Architekturlösungen für das Bildungswesen

Architektur für Bildung

1. Kita Fürstenbergerstrasse, Berlin

Projekt I Neubau Kita Fürstenberger Straße, Berlin; Bauherr I Kindergärten City, Eigenbetrieb von Berlin; Architekt I Anderhalten Architekten BDA, Berlin; Planungs- und Bauzeit I 2009-2011; HNF I 1.250 m²; BGF I 2.390 m²; Baukosten I 3,35 Mio €; LPH I 2-9; Eröffnung I August 2011; Kapazität I 180 Betreuungsplätze; GROHE Produkte I WT Euroeco Spezial, WT Ero-smart, Rapid SL Element, Skate Air Abdeckplatte

Kita Fürstenbergerstrasse, Berlin



2. Humboldtuniversität, Berlin

Die wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Humboldt-Uni zu Berlin blickt auf eine lange, wechselvolle Tradition zurück. Sie zu bewahren und zugleich einen modernen Hochschulbetrieb zu ermöglichen, ist Ziel der seit Jahren andauernden Sanierungsarbeiten.

Projekt I Humboldt-Universität zu Berlin; Bauherr I Humboldt-Universität zu Berlin; Architekt I Hüffer . Ramin Dipl. Ing. Architekten, Berlin; Planung und Bau I seit 1994; Bausumme I ca. 18 Mio. €; Flächen I ca. 6.000 m²; GROHE Produkte I WT Controecon, Rapid SL Element, Abdeckplatte Skate

Humboldtuniversität, Berlin



3. Berufsschule Riesstrasse, München

Fünf Berufsschulen in einem Gebäude zu vereinen, damit die Infrastruktur gemeinschaftlich genutzt werden kann, aber dabei jeder Schule ihre eigene Identität zu geben und gleichzeitig flexibel auf künftig sich verändernde Schülerzahlen reagieren zu können – so lautete die komplexe Bauaufgabe für den Neubau des Berufsschulzentrums in der Münchener Riesstraße.

Projekt I Berufsschulzentrum Riesstraße, München; Bauherr I Landeshauptstadt München, Schul- und Kultusreferat; Architektur I Bauer, Kurz, Stockburger Architekten BDA, München; Hauptnutzfläche I 22.200 m²; GROHE Produkte I WT Contromix Surf, WT Contropress, Abdeckplatte Skate Air, Eurodisc SE Brause

Das Schulzentrum erstreckt sich über ein rund drei Hektar großes Areal

Das Architekturbüro Bauer, Kurz, Stockburger aus München wurde damit beauftragt die fünf Berufsschulen für Medienberufe, Informationstechnik, Bürokommunikation und Industriekaufleute, für den Einzelhandel sowie für Steuern an einem Standort zu vereinen. Als idealer Gebäudetyp erwies sich für die Planer die sogenannte Kammform. Wie Finger erstrecken sich die einzelnen Gebäudeteile, bestehend aus fünf  baugleichen viergeschossigen Schultrakten, entlang der zentralen Erschließung, einem lang gestreckten verglasten Verbindungsgang.

Die Treppen in den Eingangshallen werden von einem schrägstehenden, im Boden eingespannten Stahlpfeiler gehalten. Zusammen mit den schlanken Treppenläufen aus 16 cm starken Betonfertigteilen geben sie den Eingängen ihr charakteristisches Erscheinungsbild. Die Unterrichtsräume werden über innenliegende Flure erschlossen, deren Wände im oberen Bereich verglast sind, um Tageslicht ins Innere zu leiten. Zwischen den einzelnen Schultrakten wurden vier begrünte Innenhöfe angelegt, denen die meisten Unterrichtsräume zugeordnet sind. Diese Gärten werden durch eine gemeinsame, gläserne Lärmschutzwand mit einer Länge von rund 200 m und 16 m Höhe, bestehend aus Solarmodulen, eingefasst. In Richtung Riesstraße sind die einzelnen Berufsschulen jeweils an einem großflächigen Schriftzug an den vorspringenden Betonwänden
erkennbar.

Das ovale Multifunktionsgebäude wurde bewusst als Kontrast zur strengen Kubatur des Schulgebäudes gesetzt

Für die Münchener Berufsschulen wurde in den letzten Jahren ein neues Unterrichtskonzept entwickelt.
Anstelle der Einteilung in einzelne Fächer wurden sogenannte Lernfelder entwickelt, in denen Beiträge zu einzelnen Themen gebündelt werden. Zu diesem Zweck wurden spezielle je ca. 100 m² große Unterrichtsräume in Leichtbauweise entworfen, die flexibel den Veränderungen des Schulbetriebs angepasst werden können. Die Lernbereiche wurden mit moderner technischer Ausstattung versehen.

Der erhöhten Wärmebelastung im Inneren, bedingt durch die große Anzahl an Computern, wird durch thermoaktive Betondecken, die mit Grundwasser gekühlt werden, Abhilfe geschaffen. Ein freistehendes, ovales Multifunktionsgebäude kontrastiert die strenge Kammform des Schulbaus. Farbige Glaspaneele in Grün und Blautönen betonen die Teilung der Holz-Glas-Fassade des Ovals. Es dient mit einer Mensa und einer Aula mit 470 Sitzplätzen der gemeinsamen Nutzung aller rund 2.500 täglich anwesenden SchülerInnen. Ein frei zugänglicher Pausenhof verbindet das Mensagebäude mit der rundumverglasten Sporthalle,
einem flachen eingeschossigen Kubus, der im Boden zu verschwinden scheint. Sie beherbergt eine Einfachsporthalle und eine wettkampffähige, durch Trennwände unterteilte, Dreifachsporthalle mit  Zuschauertribüne. Ein besonderes Gestaltungselement der Sporthalle sind die breiten horizontalen Lamellen des beweglichen Sonnenschutzes. Um auch die inneren Bereiche der Halle mit Tageslicht zu versehen, wurden verglaste Aufbauten auf das Flachdach gesetzt, die durch ihre besondere Form für einen indirekten und blendfreien Lichteinfall sorgen. Denn trotz aller Ökonomie im Schulbau war es für die Architekten sehr wichtig, dass das Berufsschulzentrum in der Riesstraße Offenheit und Transparenz ausstrahlt.

Transparent und hell wirkt die Mensa, die für rund 2.500 täglich anwesende SchülerInnen ausgelegt wurde



4. Kita Apfelbäumchen, Berlin

Das Büro Winkens Architekten aus Berlin hat den Neubau des evangelischen Forscherkindergartens der Berliner Kirchengemeinde Bohnsdorf-Grünau realisiert, der sich durch eine schlichte, geometrische  Architektursprache und die Verwendung natürlicher Baumaterialien in die Umgebung integriert.

Die Holzverkleidung der Terrasse, eine Stülpschalung in sibirischer Lärche, lässt mit Ihrer Öffnung im Dach auch dem namensgebenden Apfelbäumchen Raum zum wachsen

Der 350 m² große eingeschossige Neubau befindet sich hinter einem kleinen Hügel, der von Bäumen eingefasst wird und das Gebäude von der Straße abtrennt. Die Architekten beziehen sich in ihrem Entwurf auf das Konzept des Forscherkindergartens. Über den zentralen Eingang erreicht man Foyer und Mehrzweckraum, an die sich die Bereiche Krippe und Kindergarten wie separate Wohnungen anschließen, die jeweils über eine eigene Garderobe erschlossen werden. Die Linearität des Baukörpers findet sich in der Anordnung der Gruppenräume und des Mehrzweckraumes wieder. Die direkte Beziehung zum Garten spielt eine entscheidende
Rolle. Der Mehrzweckraum als zentraler Ort ist die räumliche und pädagogische Basis des Kindergartens.

Als Besonderheit erhielten Kindergarten und Krippe an den Kopfenden jeweils eine überdachte Außenterrasse, die als Kontrast zu dem Klinkermauerwerk mit Holz verkleidet wurde.

Großformatige Fenster ermöglichen den Kindern den Bezug zum Garten



5. Business school, Moskau

Sie gilt als das russische Silicon Valley: Die Wissenschaftsstadt Skolkovo vor den Toren Moskaus. Die exklusive Moscow School of Management Skolkovo bietet MBA-Programme und Studiengänge für zukünftige Entscheider im höheren und mittleren Management an.

Übereinandergelegte Quader und Scheiben ergeben die futuristische Form des Gebäudes

Um sich auf die Marktentwicklungen einzustellen, entstand 2009 auf 30.000 m² ein neuer Campus, der eine neue Generation von Business Schools verkörpert.
Statt der traditionellen Hochschulbauweise zu folgen, ließ sich der britische Architekt David Adjaye von „Adjaye Associates“ aus London von Kasimir Malewitsch inspirieren. Das formale Kennzeichen – die Reduktion auf einfachste geometrische Formen – findet sich in den futuristischen, miteinander verbundenen Gebäudeteilen der Universität wieder. So liegen vier unterschiedlich lange Quader mit schräg angeordneten  Fenstern auf einer runden, das Erdgeschoss bildenden Gebäudescheibe auf, die wiederum durch eine durchgehend, nachts beleuchtete Fensterfront fasziniert. Im Erdgeschoss befinden sich die zentralen Lehreinrichtungen:
Hörsäle, ein großer Konferenzraum und das Auditorium. In den aufliegenden Quadern sind auf drei Stockwerken die Administration, ein Fitnesssektor mit Schwimmbad, Sauna und Spa-Bereich sowie zwei Hotels untergebracht. Wichtig war Auftraggeber wie Architekt nicht nur, einen inspirierenden Ort des Lernens und Arbeitens zu schaffen, sondern auch durch gezielte Angebote zu einer ausgewogenen Work-Life-Balance beizutragen.

Das Auditorium bietet Platz für 660 Personen