Grohe Objektreportagen
Grohe Objekt Spezial 05
Architekturlösungen für Bürogebäude

Hochwertige Lösungen, die sich rechnen


1. ARBEITEN MIT VISIONEN


Zukunftsorientierte Arbeitswelten zu schaffen, ist das täglich Brot der merTens AG. Für national und international tätige Kunden, oft Großunternehmen, werden Arbeitswelten geplant, Abläufe optimiert und umstrukturiert. Um die Kunden vor Ort inspirieren und begeistern zu können, wurde mit internem KnowHow aus einem unstrukturierten Mietobjekt der heutige merTensCUBE, die Hauptverwaltung des Unternehmens in Willich mit Platz für 180 Mitarbeiter.

Die Empfangssituation lädt den Besucher zum Verweilen und Kommunizieren ein

Die Planer schufen eine innovative Arbeitswelt: Alles ist flexibel. Alles ist kommunikativ. Alles ist effizient. Es gibt keine fest zugeordneten Arbeitsplätze.
Die Mitarbeiter agieren im Desksharing System und somit ist die „Clean-Desk-Policy“ unabdingbar. Arbeiten ist im ganzen Gebäude möglich. In Meetingzonen, Projekträumen, im Café, in Think Tanks, der Bibliothek – für jede Anforderung und jedes Bedürfnis, egal ob Einzel- oder Teamarbeit, gibt es entsprechende Raumangebote. Gezeigt werden individuell konfi gurierte, speziell auf die jeweiligen Anforderungen abgestimmte Lösungen zu allen Themen:
Beleuchtungs- und Akustikkonzepte, Wandgestaltungen, Bodenbeläge, zukunftsweisende Techniklösungen – alles, was ein effi zientes Arbeiten erforderlich und die Atmosphäre angenehm macht.

Ein flexibler Raum mit innovativer Technik eröffnet sämtliche Möglichkeiten des effektiven Arbeitens

Ablaufoptimierende Themen wie zentrale Abfall-Sammelstationen, „Print-to-me”- Servicepoints, etc. unterstützen nicht nur den ökologischen Anspruch, sondern reduzieren den Aufwand des Facilitymanagers.
Ressourcenschonende Videokonferenztechnik sowie moderne Präsentationstechniken stehen ebenso im Fokus des Unternehmens wie deren Planung und Umsetzung. Gearbeitet wird mit Tablet PCs, cloudbasierend, um die entsprechende Geschwindigkeit von jedem Standort aus zu gewährleisten. Raumbuchungssysteme garantieren, dass es zu keinen Kollisionen kommt.
Die Kombination aus Verwaltungs- und eigenen Logistikfl ächen garantiert einen reibungslosen Arbeitsablauf. Und die hauseigene Bewirtschaftungs-Koordinatorin, intern liebevoll „Gourmet-Fee” genannt, sorgt mit kulinarischem Verwöhnprogramm, trotz aller Flexibilität, Arbeit im Homeoffice und sonstigen Freiheiten, für ein regelmäßiges Zusammenfi nden der Mitarbeiter im merTensCUBE.
Das Besondere an diesem zukunftsweisenden Ort ist ein farbenfrohes Gestaltungskonzept. Außen schlicht und geradlinig, wird im Inneren des Gebäudes offensiv mit Farben und Materialien, Licht und visuellen Highlights umgegangen.

Café & Kommunikationszone: Hier treffen sich Kollegen und Besucher zum Smalltalk und entspannen

Um dieses Ziel zu erreichen wurde entkernt, die Raumstruktur neu aufgebaut, zusätzliche Sanitäranlagen integriert. Realisiert wurde dieses ganzheitliche Projekt nach der Beendigung des Planungsprozesses bis zum Einzug in nur 5 Monaten.
Und bei allem „Mehr”, das den Mitarbeitern der merTens AG am neuen Standort geboten wird, konnte durch das innovative Bürokonzept bei gleicher Mitarbeiterzahl rund ein Viertel der Fläche des Verwaltungsgebäudes eingespart werden. Und die Kapazitäten sind noch nicht ausgeschöpft.
Das, was „nicht nach Arbeiten klingt, sondern nach Wellness”, wie eine Mitarbeiterin aus dem Hause sagt, bedeutet für alle nicht weniger Arbeit und Herausforderung im Alltag, dafür aber eine wesentlich höhere Aufenthaltsqualität.

Projekt I Neugestaltung einer Hauptverwaltung, merTensCube, Willich; Bauherr I merTens AG, Willich; Mitarbeiter I 180 Bauzeit I 5 Monate; GROHE Produkt I Allure Brilliant Accessoires, Allure Brilliant WT, GROHE Ondus® WT digital, GROHE Ondus® Accessoires, GROHE Ondus® Digitecture Light Abdeckplatte, Wassersysteme GROHE Blue® und GROHE Red®



2. PLAN INTERNATIONAL, HAMBURG

Offener, teamorientierter und flächeneffizienter sollten sich die Räume von Plan International Deutschland e. V. in Hamburg durch das neue Bürokonzept darstellen, das designfunktion unter Einbeziehung der Mitarbeiter des Kinderhilfswerks entwickelte.

Das in den 1970er Jahren erbaute Bürogebäude an der verkehrsreichen Straßenkreuzung Bramfelder Straße / Krausestraße in Hamburg Barmbek war in den 1980er Jahren aufgestockt und in den 1990er Jahren um einen zweiten Gebäudeteil erweitert worden. Nach dem Immobilienerwerb durch die Stiftung Hilfe mit Plan im Jahr 2011 führten die Frankfurter Architekten schneider+schumacher eine energetische Fassadensanierung durch, erweiterten das Gebäude-Ensemble um zwei Vordächer, bauten die ehemaligen Büros im Erdgeschoss zu einem Konferenz- und Cafeteria-Bereich um und unterzogen die Büroflächen in den Obergeschossen einer Kernsanierung. Für diese ehemals mit Zellenbüros versehenen Flächen entwickelte designfunktion, Spezialist für die Planung und Einrichtung von Büround Arbeitswelten, in enger Zusammenarbeit mit den Architekten eine flächeneffi ziente Neustrukturierung, welche die Offenheit und Teamorientierung der Büronutzer fördern soll. Mieter des Gebäudes ist das weltweit aktive Kinderhilfswerk Plan International Deutschland e. V.

Die Architekten öffneten den Eingangsbereich großzügig und schufen eine direkte Anbindung zu dem neuen Konferenz- und Cafeteriabereich im Erdgeschoss

Bei den architektonischen wie innenarchitektonischen Maßnahmen waren die Einhaltung des Budgets, die Schaffung langlebiger Werte und eine zukunftsorientierte Flexibilität oberstes Gebot.
Das Gesamtkonzept sollte fl exibel genug sein, die Immobilie gegebenenfalls später auch anderen Unternehmen und Institutionen weiter vermieten zu können. Auch die Option einer weiteren Verdichtung von derzeit 125 auf später 180 Arbeitsplätze sollte für den Fall einer Personalaufstockung bei Plan International gegeben sein.

Durch die Öffnung der Räume und energieeffi ziente LED-Beleuchtung wurden auch die tief im Raum liegenden Bereiche nutzbar gemacht

Open Space: Gute Tageslichtverteilung und mehr Flächeneffizienz
Für die aufgrund baulicher Gegebenheiten verschachtelten Grundrisse (Erschließungskerne, Lichthof, Brandschutzwände) konzipierte designfunktion anhand einer Gebäudeanalyse und Machbarkeitsstudie drei Szenarien. Unter Vorgabe einer Förderung der Mitarbeiter-Teamfähigkeit und – Motivation stellte sich der Open Space als bestmögliche Lösung heraus. Durch die komplette Öffnung des Raumes werden nun auch diejenigen Zonen mit einem Anteil an Tageslicht versorgt, die zuvor aufgrund der großen Raumtiefen und einer angrenzenden Bebauung weniger gut belichtet waren und daher lediglich als Nebenräume genutzt wurden.
Neben den Arbeitsplätzen für die 125 festangestellten Mitarbeiter bietet die aus der strukturellen Öffnung resultierende Flächeneffi zienz auf allen drei Geschossen Spielraum für die Einrichtung unterschiedlichster funktionaler Nutzungen vom ungestörten,konzentrierten Arbeiten bis zu fachbezogener Kommunikation und informellem Austausch.

Auch der Eingangsbereich, der weiterhin als Foyer und Empfang genutzt wird, erfuhr eine großzügige Öffnung, mit der schneider+schumacher eine direkte Anbindung zu dem neuen Konferenz- und Cafeteriabereich im Erdgeschoss schufen. Die drei mit mobilen Trennwänden versehenen Konferenzräume können zu einem großen Raum vereint werden.
Die Räumlichkeiten stehen externen Vereinen und Stiftungen zur Anmietung für Veranstaltungen offen. Bei kostengünstigen Mieten will die Stiftung Hilfe mit Plan, die selbst ihren Standort im Erdgeschoss hat, damit bürgerschaftliches Engagement unterstützen. Daher trägt das Gebäude heute den Namen „Haus der Philanthropie“.

Jede Farbwelt symbolisiert einen Kontinent, auf dem Plan International tätig ist

Das Gestaltungskonzept
Für das von designfunktion realisierte Gestaltungskonzept bot sich ein ethnischer Bezug zu der interkontinentalen Tätigkeit des 1937 gegründeten Hilfswerks Plan International an, das in 50 Ländern Asiens, Afrikas und Lateinamerikas an der Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern, Jugendlichen, deren Familien und Gemeinden arbeitet. Im Wesentlichen ist es die Farbauswahl für Materialien und Wände, die das Gestaltungskonzept bestimmt. Für jeden Kontinent, auf dem Plan tätig ist, defi nierte designfunktion eine eigene Farbwelt, auf welche die Stoffe, Wandfarben, Teppiche und Akustik-Textilien abgestimmt und als Akzentfarben zu den in Weiß, Anthrazit und Grautönen gehaltenen Bürobereichen verwendet wurden. Diese farbliche Differenzierung der jeweils in einem Obergeschoss ansässigen Abteilungen verleiht dem Sitz von Plan International Deutschland Persönlichkeit und Individualität und erweist sich gleichzeitig als praktikables Leitsystem.

Projekt I Plan International Deutschland, Hamburg; Bauherr I Stiftung Hilfe mit Plan (Plan International Deutschland e.V.); Architekt I schneider+schumacher, Frankfurt a. M.; Gestaltungskonzept + Einrichtungsplanung I designfunktion, München schneider+schumacher, Frankfurt a. M.; BGF I 4.094 m²; GROHE Produkt I Essence

3. VODAFONE CAMPUS, DÜSSELDORF
Neue innovative Arbeitswelten, weg von festen Arbeitsplätzen und konventionellen Raumstrukturen, realisierte die merTens AG für die rund 5.500 Mitarbeiter des Unternehmens Vodafone in Düsseldorf.

Die neue Konzernzentrale von Vodafone Deutschland befindet sich auf einem ehemaligen Brauereigelände im Düsseldorfer Stadtteil Heerdt. Das ortsansässige Architekturbüro HPP gewann 2003 den städtebaulichen Wettbewerb zur Neuordnung dieses Areals. Die innovative architektonische Gestaltung des Neubaus spiegelt die teamorientierte Unternehmenskultur wider und verbindet dabei hohe Nutzerqualität mit Energieeffi zienz. Für den Bauherrn standen die Zufriedenheit der Mitarbeiter und eine optimale Nutzung der Fläche an erster Stelle. Mit Sharing-Modellen und weniger Stauraum können Arbeitsflächen um bis zu 30% im Vergleich zu herkömmlichen Büros reduziert werden. Vodafone konnte mit dem Neubau seine Bürofl äche z.B. von 125.000 auf 85.000 m² reduzieren. „Arbeitgeber wie Vodafone nutzen diese eingesparten Flächen, um den Menschen Sonderbereiche und individuelle Nutzungsangebote zur Verfügung zu stellen. Wenn Mitarbeiter Themenwelten und die Atmosphäre, in der sie arbeiten möchten, frei wählen können, schafft das ein gutes und motiviertes Arbeitsklima. Zufriedenheit schafft Effizienz!“ sagt Mike Mertens von der merTens AG.

m 18. Geschoss des Turms befinden sich Vorstandsbüros und ein Restaurant



4. TOUR TOTAL,BERLIN
Die Deutschlandzentrale des französischen Mineralölkonzerns Total ist der erste Teil des neuen Quartiers Europacity in unmittelbarer Nähe des Berliner Hauptbahnhofs.

Der rund 70 m hohe Turm wurde vom Berliner Architekturbüro Barkow Leibinger für den Grundstückseigentümer CA Immo entworfen. Die Architekten setzten mit einer Verdrehung zwischen Sockel und Turm, einem leichten Knick in der Längsseite und einer abwechslungsreichen Fassade aus hellen Betonfertigteilen ein städtebauliches Zeichen. Durch die tragende Fassade kann im Inneren auf Stützen verzichtet werden, so dass die Räume frei gestaltet und möbliert werden können. Total ist der Generalmieter des 17 Geschosse hohen Turms und beauftragte mit dem Ausbau, der Planung der Büroflächen und der Gestaltung der Arbeitsplätze und -prozesse die Immobilienberater von Jones Long Lasalle. Die 12 Büroebenen wurden, bis auf die Direktorenzimmer und die Büros der Rechtsabteilung, als Open Space für jeweils 40 bis 50 Mitarbeiter gestaltet.

Die hellen Beton-Elemente überziehen den Baukörper mit einem bewegten Linienverlauf, der die Wirkung von Licht und Schatten auf der Fassade verstärkt

Die offenen Arbeitszonen verlaufen ringförmig um den Erschließungskern, der nicht zentral in der Mitte angeordnet wurde, sondern an der Fassade. Im Inneren des Gebäudes gestalteten Barkow Leibinger ausschließlich die Lobby. In diesem repräsentativen Zugangsbereich greift eine Wandverkleidung aus Keramikfliesen das Thema der Fassade wieder auf. Den Berliner Architekten gelang es dank der besonderen Kubatur des Gebäudes und der raumhohen, zum größten Teil zu öffnenden Verglasung, helle, angenehm proportionierte Räume zu gestalten. Der Tour Total hat durch ein ausgefeiltes Klimakonzept, das unter anderem auf einer effi zienten Energierückgewinnung, einer Dreifachverglasung und einem außenliegenden Sonnenschutz basiert, die DGNB-Zertifi zierung in Silber erreicht.

Projekt I Tour Total, Berlin; Bauherr I CA Immo Deutschland GmbH; Nutzer I Total Deutschland GmbH; Architektur I Barkow Leibinger, Berlin; Bruttogeschossfläche I 28.000 m²; GROHE Produkte I Essence, Tectron Urinal Elektronik, GROHE Blue®



5. COCA-COLA IN BERLIN
Inmitten der Mediaspree, dem Entwicklungsprojekt der östlichen Berliner Spreeufer, und in illustrer Gesellschaft von Medienunternehmen wie MTV/Viva und dem auf Musiker spezialisierten NH Hotel, hat sich seit 2013 die Coca Cola Deutschlandzentrale niedergelassen.

Im Auftrag des Bauherrn Hochtief plante das Berliner Architekturbüro nps tchoban voss auf dem Grundstück der Stralauer Allee 4 ein siebengeschossiges Gebäude, das entfernt an eine Getränkekiste erinnert. Die zur Spree gewandte Seite wurde komplett verglast und mit galerieartigen Balkonen und starrem Sonnenschutz versehen. Die drei anderen Fassaden tragen eine auffällige Bekleidung aus glasierten Keramikelementen in verschiedenen Rottönen.

Das Fassadenfarbe changiert in fünf Stufen um ein klares Signalrot, jeweils um zwei Nuancen aufgehellt oder abgedunkelt

Auf einer Bürofläche von ca. 9.300 m² arbeiten rund 500 Mitarbeiter. Die Bürobereiche sind im Sinne eines Open-Space-Konzeptes überwiegend als Großräume angelegt, Einzelbüros wurden durch Glaswände gebildet. Das gewählte Gebäuderaster ermöglicht eine sehr flexible Aufteilung, dabei bildet ein zweiachsiges Büro die kleinste Einheit. In der Kernzone sind geschossweise Sonderräume wie Besprechung, Videokonferenz- und Gruppenarbeitsräume angeordnet.

Die Unternehmensfarbe ist auch im Gebäudeinneren fester Bestandteil des Gestaltungskonzepts